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Katholische Kirchengemeinde St. Michael Tübingen

Weltgebetstag 2010 - Projekte







Weltgebetstag 2010 aus Kamerun

Alles, was Atem hat, lobe Gott


Projekte - was kann frau bewegen?
(informiert beten - betend handeln)

Fragen/Anregungen zu dieser Seite an Claudia Thaler,  


WGT-Symbol

"Niemand isst für sich allein" - Hühnerfleisch-Export aus Deutschland nach Kamerun

Während die VerbraucherInnen und ErzeugerInnen in Kamerun und anderen afrikanischen Staaten unter massiven Hähnchenfleischimporten leiden,
leben die Menschen in den Industriestaaten im Fleischüberfluss. Was bei uns nicht geschätzt oder benötigt wird, wird zu Niedrigstpreisen nach Afrika
exportiert.

Der Geflügelfleischimport in Kamerun stieg zwischen 1998 und 2004 von 978 t auf ca. 24.000 t an. Drei Viertel des Hähnchenfleischs kam dabei aus der EU.

Damit das Fleisch beim Export nicht verdirbt, wird es entsprechend den europäischen Vorschriften im Kühlschiff transportiert. Unter den Bedingungen in afrikanischen Ländern kann aber eine lückenlose Kühlkette nicht mehr sichergestellt werden, so dass das Fleisch bei 30° Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit schnell auftaut.

Die Gesundheitsgefahren sind nicht zu unterschätzen, zumal die ärztliche Versorgung in vielen Teilen Afrikas unzureichend ist. Durchfallerkrankungen können für geschwächte Menschen und Kinder tödlich verlaufen. Im Lande selbst aufgezogene Hühner werden
auf den lokalen Märkten lebend verkauft und entweder direkt auf dem Markt oder erst zu Hause geschlachtet. Dies schützt das Fleisch am besten vor dem Verderben.

weitere Informationen zu "Niemand isst für sich allein" gibt es

hier bei "Brot für die Welt"

und hier (

Broschüren zum Thema Tierhalterinnen in Kamerun
können hier heruntergeladen oder bestellt werden

ach ähnlichem Schema geht's mit Milch:

Milchdumping in Kamerun
- auch mit der zu viel produzierten Milch wird ähnlich verfahren.

Siehe bei Brot für die Welt:

und hier (pdf-Datei)

und hier (pdf-Datei)


FIAN-Postkartenaktion gegen Großplantagen in Kamerun

In Kamerun verliert die Landbevölkerung ihre Lebensgrundlage durch die Ausweitung von kommerziellen Groß-Plantagen für Ölpalmen, Kautschuk, Bananen, Tee, und Kaffee. Dies hat weit reichende Konsequenzen für ein Land, in dem bis zu 60% der Bevölkerung direkt von der Produktion und dem Verkauf von Agrarprodukten abhängig sind, 90% von ihnen als Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Große Firmen pachten oder kaufen Land von der Regierung und errichten ihre Plantagen auf den Feldern der Kleinbauernfamilien.

Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in ihren Forderungen nach Zugang zu Land!

weitere Infos hier bei FIAN