Frauen
Nur eine Frau die mindestens ein Kind hat, hat einen Wert.
Lieber bekommen Frauen ein uneheliches Kind als gar keines. Wenn eine Frau kein Kind bekommt, kann sie von ihrem Ehemann verstoßen werden. Teilweise gibt es auch noch arrangierte Ehen.
Auch Vielehen gibt es .
In manchen Kirchen werden Männer in Vielehen vom Abendmahl ausgeschlossen.
Die Eltern haben einen hohen Status, man muss viel tun für seine Eltern. Beerdingungskosten sind hoch, auch die traditionellen Heiler sind teuer.
In verschiedenen Kirchen gibt es verschiedene Frauenarbeitsgruppierungen. Die Zugehörigkeit wird zum Teil durchUniformen gezeigt.
Einkaufsmöglichkeiten:
In den Großstädten gibt es Supermärkte, in denen man z.B. auch französische Produkte bekommt, oder auch unüblichere Dinge wie gemahlene Mandeln.
In der Stadt gibt es auch sogenannte „white-men-Shops“, in denen es auch ausländische Produkte gibt.
Auf dem Land kauft man eher auf lokalen Märkten oder in kleinen Stores ein, die üblicherweise aus nur einem Raum bestehen. Dort gibt es z.B. auch Reis und Tomatenmark.
Auf dem Markt zu handeln ist normal.
Das Essen in Kamerun ist einfach, nicht besonders raffiniert.
In der Regel gibt es zwei Mahlzeiten am Tag, die Hauptmahlzeit abends. Die Reste gibt es oft am nächsten Morgen zum Frühstück.
Die Mahlzeiten bestehen oft aus gestampftem, dickem Brei aus Maniok oder Yams oder Süßkartoffel. Dazu gibt es eine Soße mit viel Peperoni und rotem Palmöl und billigen Fleischresten, z.B. Huhn oder Fisch. Außerdem gibt es viel Gemüse aus grünen Blättern dazu.
Oder es gibt auch mal rote Bohnen mit Fleisch.
Brot oder Bananenkuchen gab es nicht, weil es keinen Backofen gibt, auch kein Fladenbrot.
Nachtisch ist unüblich.
Obst wird meist als Snack gegessen.
An Gebäck gibt es wenig, z.B. Poff-Poff, in Fett gebackene Hefeteigkrapfen oder chin-chin, in Fett gebackene Schleifchen.
Kokosnuss oder Erdnüsse mit Zucker geröstet.
Der Brei wurde z.B. in Bananenblätter gewickelt und im Topf überm Feuer gegart.
Die Küche ist oft in einem Schuppen aus Holz oder im Freien.
Es wird in der Regel mit einem Topf gekocht, aber kein Eintopf – sondern die Teile des Essens nacheinander.
„Big Women“ haben auch einen Kühlschrank und einen Gasherd.
An Fleisch gibt es Rind bei den Nomaden. Ansonsten Schwein und „sportliche“ Hühner, an der Küste auch Fisch. Selten Schlange oder Krokodil, das bekommt man eher in Touristenrestaurants.
Huhn ist wichtig, das gab es an allen Kirchenfesten. Dabei aß die Frau den Kopf, die Kinder die Beine und Krallen, das restliche Fleisch war für die Männer und die Gäste. Insbesondere das Beste, die Innereien.
Gewürzt wird vor allem mit Chili, Ingwer und Salz.
An Gemüse gibt es (was bei uns bekannt ist):
- Blattgemüse ähnlich Spinat
- Grüne Bohnen
- Okra
- Zwiebeln, Knoblauch
- Bohnenkerne
- Mais (geröstete Körner oder gestampft)
- Plantains=Kochbananen (besondere Sorte, schmecken nicht roh! Werden gekocht oder in größeren Stücken fritiert)
Obst:
- Guave
- Papaya
- Passionsfrucht
- Ananas
- Banane
- Mango
- Stachelanone (Soursop)
- Orangen
- Zitronen
- Avocados
außerdem Zuckerrohr
Gelegentlich gibt es auch Kohl, Möhren, Tomaten, grüne Bohnen und Auberginen, die im Nordwesten angebaut werden.
Kokos an der Küste, Erdnüsse.
Weizen ist ein Luxus aus den USA
Der Reis wird zwar im Nordwesten auch angebaut, kommt aber meist aus China.
Palmöl gibt es rot (mehr und billiger) und gelb (leichter verträglich)
Es gibt wenig Kühlmöglichkeiten, je nachdem gibt es vor Ort weniger Frisches.
Für den Export werden Kaffee, Tee und Kakao angebaut.
Obst wird meist als Snack gegessen.
Zu trinken gibt es Wasser, aber es gibt unter anderem auch Maisbier und Palmwein.
Als Tee z.B Zitronengras-Tee.
Gegessen wird mit den Händen, mit „Hakenfingern“ und zwar mit der rechten Hand, in besseren Häusern auch mit dem Löffel. Messer und Gabel sind unüblich.
Allgemeines
Der Big Man hat Ländereien, Geld oder mindestens eine gute Position.
Die Big Woman kann die Frau vom Big Man sein, oder aber auch unabhängig eine eigene, einflussreiche Stellung haben.
Die Kinder vom Big Man sind oft im Ausland zur Ausbildung.
Runde Hütten, wie man sich’s von Afrika vorstellt, gibt es nur im Norden.
Im Süden, im Regenwaldgebiet, sind einstöckige quaderförmige Häuser üblich aus Lehm, Stein oder Brettern.
Im Norden ist das Klima trockener und auch das Essen anders.
2/3 der Bevölkerung lebt im Norden, der eher muslimisch geprägt ist, 1/3 im eher christlich geprägten Süden. Der Westen ist eher englisch geprägt, der Osten französisch.
Transportiert wird vieles auf dem Kopf oder auf hoch beladenen Wagen.
Es gibt gute Straßen, auch Erdstraßen. Etwa die Hälfte der Straßen sind auch mit dem Auto befahrbar.
Den Weltgebetstag gibt es in Kamerun schon lange. Die Frauen treffen sich dort nachmittags. In der Regel gibt es in der Katholischen Kirche eine Predigt vom Priester.
(Informationenvon Susanne Nikischin und Lena Bresch, aufgeschrieben von Claudia Thaler.) |