Katholische Kirchengemeinde St. Michael Tübingen
Weltgebetstag 2010 - Rezepte







Weltgebetstag 2010 aus Kamerun

Alles, was Atem hat, lobe Gott

Kochrezepte und einiges zum Thema "Küche"


Fragen/Anregungen zu dieser Seite an Claudia Thaler,  


WGT-Symbol

Reine Fleischgerichte sind eher nicht üblich bzw. nur für Touristen, auch nach der Aussage von Frauen, die schon in Kamerun lebten.

Die meisten Dorfbewohner können sich den Luxus von Fleisch und Reis nicht oder nur sehr selten leisten.

Im Süden von Kamerun werden oft Speisen aus Getreide zubereitet, das zunächst in Palmöl gegart und dann mit Chili gewürzt wird. Dazu isst man eine Sauce mit Fisch, Fleisch oder Gemüse.

An der Küste wird auch viel Fisch gegessen, aber andere Sorten als hier üblich, zudem eignen sich Fischgerichte nur bedingt um sie hier für Gruppen vorzukochen.

In den städtischen Regionen besteht ein Frühstück oft aus Tee oder Kaffee, Brot und Obst. Die Bewohner der ländlichen Gegenden nehmen zum Frühstück meist die gleichen Speisen zu sich, aus denen auch die Hauptmahlzeit am Nachmittag besteht.

Bier ist in ganz Kamerun ein sehr beliebtes Getränk und dient gelegentlich auch als Wasserersatz. 

Ältere Familienmitglieder dürfen sich zuerst bedienen. Auf dem Land nehmen die Frauen die Mahlzeiten nicht gemeinsam mit den Männern und älteren Jugendlichen ein, sondern sitzen in einer Gruppe zusammen mit den kleineren Kindern an der Feuerstelle, an der auch gekocht wird. Darüber hinaus servieren die Frauen das Essen. Die Speisen werden in großen Schüsseln serviert, aus denen sich jeder mit der rechten Hand bedient. Vor und nach den Mahlzeiten reicht man Wasser zum Waschen der Hände.

Fufu ist ein weit verbreitetes Gericht und besteht aus einer festen, pastenähnlichen Masse, die aus gekochtem Mais, Hirse, Yams oder Cassava zubereitet wird.

Garri ist geraspelter Maniok, der über dem Feuer so lange getrocknet wird, bis die Raspeln leicht und flockig sind.

Rezepte:

Nachfolgende Rezepte kommen aus zwei Kamerunischen Kochbüchern (übersetzt) und aus dem Internet. (Vielen Dank an Susanne Nikischin für die Kochbücher und weitere Infos, ebenso an Lena Bresch)

Das “Cookery Book, issued by department for women’s work, Presbyterian Church in Cameroon” enthält auch viele Rezepte, die definitiv nicht Kamerunisch sind (z.B. Spaetzle, Rumpsteak oder Fleischkuechle), es finden sich aber mehr Rezepte, die auch hier machbar sind.
„Auntie Kate’s Cookery Book“ enthält dagegen viele Rezepte, die sehr „einheimisch“ wirken, aber dann auch hier nicht machbar sind, weil die Hauptzutaten (spezielles Gemüse, getrockneter Fisch) hier nicht zu bekommen sind.

Das Hauptgericht einer Mahlzeit ist die “soup” Soße. Was hier "Soup" heißt ist nicht mit unserer Suppe zu vergleichen, sondern eher einer Art "Gulasch", das mit Beilagen wie Reis oder Fufu als Hauptmahlzeit gegessen wird.

"Tassen-Angaben"
In englischsprachigen Ländern wird oft mit "cups" = Tassen gekocht,
dabei enthält die "Normtasse" 237 ml, also einen knappen Viertel Liter.
1 Tasse/Cup entspricht etwa: 80 g Kokosraspel, oder 220 g Zucker oder 200 g Fett, oder 150 g Mehl oder 150 g geschälte, ganze Erdnüsse oder 250 g gekochte, geschälte Süßkartoffeln

My kitchen prayer

Bless my little kitchen,Lord,
I love its every nook,
and bless me as I do my work,
wash pots and pans and cook.

May the meals that I prepare
be seasoned from above
with Thy blessing and Thy grace
but most of all Thy love.

As we partake of earthly food,
te table Thou shalt spread.
We’ll not forget to thank Thee, Lord,
for all our daily bread.

So bless my little kitchen Lord,
and all who enter in.
May they find naugh but joy and grace
and happiness therein.

A Kind Gesture – Okoyong.

Informationen zum Essen in Kamerun gibt es auch in Wikipedia:
Schwarzafrikanische Küche

Liste von Lebensmitteln (auch Tiere und Pflanzen), die in Kamerun gegessen werden

Der Chor "Auftakt" aus St. Michael testet und befindet für gut...

afrikanische Speisen für Gäste (Bild v. Lena Bresch)

Kaffee aus Kamerun -zum Trinken beim WGT und Verkaufen!

Der Evangelische Kirchenbezirk Freudenstadt hat eine Partnerschaft mit dem Meta Presbytery der Presbyterian Church of Cameroon. Dort wird Kaffee zu fairen Bedingungen angebaut und verkauft. Dieser Kaffee wird in einer kleinen Freudenstädter Kaffeerösterei geröstet und verkauft, Rupps Kaffee- und Teehaus . Dort kann man telefonisch bestellen. Der Kaffeepreis liegt etwa in Höhe des Gepa-Kaffees.
Wir haben den Kaffee beim Informationstreffen getrunken und er war sehr gut.

In Tübingen bekommt man die afrikanischen Zutaten (Yams, Palm-Nut Cream, Kochbananen usw. im kleinen Afrikanischen Laden in der Friedrichstraße (gegenüber Sport-Räpple).

Die Rezepte mit Sternchen* gabs beim Lustnauer Bezirkstreffen zum Probieren.


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Wenn man nachfolgende Rezept-Titel anklickt, wird die pdf-Datei mit dem jeweiligen Rezept geöffnet.

Alle Rezepte zusammen gibt es hier als Excel-Datei . Wenn man bei "Faktor" die 1 gegen eine andere Zahl austauscht, werden die Zutatenmengen des zugehörigen Rezepts für diesen Faktor automatisch umgerechnet. Das ist praktisch für größere oder kleinere Mengen.

Bananen- und Yams-Chips:

Yams schälen und in Stücke schneiden diese om 1-2 mm dicke Scheiben schneiden (z.B. mit der Brotschneidemschine). In heißem Fett backen. Dazu die Scheibeneinzeln ins Fett werfen, sonst verkleben sie.
Bananen in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden, weiter siehe oben.
Zusammen mit Salsa medium essen.           (Tipp von Radegunde Menschick-Pfau

 

Habhaftes


 
Palm-Nut Soup (Palmnuss-Soße)

Schmeckt gut, aber ganz anders als Gerichte mit Kokos-Milch.
Reicht für 4-6 Personen zum satt werden.


Groundnut Soup with Boiled Rice
(Ernuss-Soße mit gekochtem Reis)
Schmeckt gut. Reicht für 4-6 Personen zum satt werden.

Palaver-Soup

Schmeckt gut. Reicht für 4-6 Personen zum satt werden.

Yam pottage (Eintopf)

hab ich noch nicht ausprobiert

Jollof Rice Pottage

hab ich noch nicht ausprobiert

Hähnchen in Erdnuss - Soße

schmeckt lecker, geht einfach.

Le Ndolé

Ndolé ist in Kamerun und einigen anderen afrikanischen Ländern auch der Name für Bitterspinat / bitterleaf . In Spezialgeschäften für afrikanische Lebensmittel kann man bitterleaf bekommen, das Gericht lässt sich aber auch ebenso gut mit hiesigem Spinat zubereiten.

hab ich nicht ausprobiert.

Weißkohl in Erdnuss-Soße

Schmeckt lecker. Ist einfach, vegetarisch und günstig.

 

 

Bild: Weißkohl in Erdnuss-Soße mit Reis und gebackenen Kochbananen


Beilagen

 

Geröstete Maismehl- Bällchen

(Roasted Cornflour Balls)

Schmecken gut.

Gebackene Kochbananen*

(Fried Plantains)

Geht sehr einfach, schmecken lecker!

Achtung: Die Bananen schmecken am besten, wenn sie wirklich reif sind (gelb bis braun). Dann lassen sie sich gut schälen und schmecken fruchtig. Unreif schmecken sie mehr nach Kartoffel.
Lieber eine Woche vorher einkaufen und im Warmen nachreifen lassen!
gekochte Yamswurzel

Yams sind die Wurzelknollen einer unscheinbaren tropischen Kletterpflanze, die außer in Westafrika auch im südostasiatischen und karibischen Raum gedeiht. Sie bestehen bis zu 30 % aus Stärke und enthalten Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
Schmecken ähnlich unseren Salzkartoffeln.


Bilder: Yams in Stücken gekocht;
Yamsstücke mit dem Pürierstab zu "Fufu" zerkleinert und zu Bällchen geformt

Reis-Bällchen

(Rice Balls)

schmecken gut.

gestampfter Foofoo

Fester, zäher Brei z.B. aus Yams oder Taro oder auch Mais

 

 

Nachtisch/Süßes


 
Arosidosi Reisspeise mit Kokosmilch

hab ich noch nicht ausprobiert
Puffpuff* Frittiertes Hefegebäck. Schmecken gut!
Kameruner haben bestätigt, dass diese Hefebällchen genau so schmecken, wie sie sollen, allerdings ware sie bei ihnen ohne Streuzucker.

Candy Groundnuts* or Egusi

 

Das Rezept funktioniert tatsächlich so, ist sehr einfach und schmeckt lecker!

Chin Chin* Frittiertes Gebäck aus Backpulver-Teig

Bananen- und Kokosnuss-Puding

 

hab ich nicht ausprobiert  

Sweet Potato *Biscuits

Süßkartoffel-Kekse

Achtung Rezept überarbeitet!

Schmecken ganz gut.

     

Frauen
Nur eine Frau die mindestens ein Kind hat, hat einen Wert.
Lieber bekommen Frauen ein uneheliches Kind als gar keines. Wenn eine Frau kein Kind bekommt, kann sie von ihrem Ehemann verstoßen werden. Teilweise gibt es auch noch arrangierte Ehen.
Auch Vielehen gibt es .
In manchen Kirchen werden Männer in Vielehen vom Abendmahl ausgeschlossen.

Die Eltern haben einen hohen Status, man muss viel tun für seine Eltern. Beerdingungskosten sind hoch, auch die traditionellen Heiler sind teuer.

In verschiedenen Kirchen gibt es verschiedene Frauenarbeitsgruppierungen. Die Zugehörigkeit wird zum Teil durchUniformen gezeigt.

 

Einkaufsmöglichkeiten:
 In den Großstädten gibt es Supermärkte, in denen man z.B. auch französische Produkte bekommt, oder auch unüblichere Dinge wie gemahlene Mandeln.

In der Stadt gibt es auch sogenannte „white-men-Shops“, in denen es auch ausländische Produkte gibt.
Auf dem Land kauft man eher auf lokalen Märkten oder in kleinen Stores ein, die üblicherweise aus nur einem Raum bestehen. Dort gibt es z.B. auch Reis und Tomatenmark.
Auf dem Markt zu handeln ist normal.

Das Essen in Kamerun ist einfach, nicht besonders raffiniert.
In der Regel gibt es zwei Mahlzeiten am Tag, die Hauptmahlzeit abends. Die Reste gibt es oft am nächsten Morgen zum Frühstück.

Die Mahlzeiten bestehen oft aus gestampftem, dickem Brei aus Maniok oder Yams oder Süßkartoffel. Dazu gibt es eine Soße mit viel Peperoni und rotem Palmöl und billigen Fleischresten, z.B. Huhn oder Fisch. Außerdem gibt es viel Gemüse aus grünen Blättern dazu.
Oder es gibt auch mal rote Bohnen mit Fleisch.
Brot oder Bananenkuchen gab es nicht, weil es keinen Backofen gibt, auch kein Fladenbrot.

Nachtisch ist unüblich.
Obst wird meist als Snack gegessen.

An Gebäck gibt es wenig, z.B. Poff-Poff, in Fett gebackene Hefeteigkrapfen oder chin-chin, in Fett gebackene Schleifchen. Kokosnuss oder Erdnüsse mit Zucker geröstet.

Der Brei wurde z.B. in Bananenblätter gewickelt und im Topf überm Feuer gegart.
Die Küche ist oft in einem Schuppen aus Holz oder im Freien.
Es wird in der Regel mit einem Topf gekocht, aber kein Eintopf – sondern die Teile des Essens nacheinander.

„Big Women“ haben auch einen Kühlschrank und einen Gasherd.

An Fleisch gibt es Rind bei den Nomaden. Ansonsten Schwein und „sportliche“ Hühner, an der Küste auch Fisch. Selten Schlange oder Krokodil, das bekommt man eher in Touristenrestaurants.
Huhn ist wichtig, das gab es an allen Kirchenfesten. Dabei aß die Frau den Kopf, die Kinder die Beine und Krallen, das restliche Fleisch war für die Männer und die Gäste. Insbesondere das Beste, die Innereien.

Gewürzt wird vor allem mit Chili, Ingwer und Salz.

An Gemüse gibt es (was bei uns bekannt ist):
- Blattgemüse ähnlich Spinat
- Grüne Bohnen
- Okra
- Zwiebeln, Knoblauch
- Bohnenkerne
- Mais (geröstete Körner oder gestampft)
- Plantains=Kochbananen (besondere Sorte, schmecken nicht roh! Werden gekocht oder in größeren Stücken fritiert)

Obst:
- Guave
- Papaya
- Passionsfrucht
- Ananas
- Banane
- Mango
- Stachelanone (Soursop)
- Orangen
- Zitronen
- Avocados

außerdem Zuckerrohr

Gelegentlich gibt es auch Kohl, Möhren, Tomaten, grüne Bohnen und Auberginen, die im Nordwesten angebaut werden.

Kokos an der Küste, Erdnüsse.
Weizen ist ein Luxus aus den USA
Der Reis wird zwar im Nordwesten auch angebaut, kommt aber meist aus China.
Palmöl gibt es rot (mehr und billiger) und gelb (leichter verträglich)

Es gibt wenig Kühlmöglichkeiten, je nachdem gibt es vor Ort weniger Frisches.

Für den Export werden Kaffee, Tee und Kakao angebaut.
Obst wird meist als Snack gegessen.

Zu trinken gibt es Wasser,  aber es gibt unter anderem auch Maisbier und Palmwein.
Als Tee z.B Zitronengras-Tee.

Gegessen wird mit den Händen, mit „Hakenfingern“ und zwar mit der rechten Hand, in besseren Häusern auch mit dem Löffel. Messer und Gabel sind unüblich.

 

Allgemeines

Der Big Man hat Ländereien, Geld oder mindestens eine gute Position.

Die Big Woman kann die Frau vom Big Man sein, oder aber auch unabhängig eine eigene, einflussreiche Stellung haben.

Die Kinder vom Big Man sind oft im Ausland zur Ausbildung.

Runde Hütten, wie man sich’s von Afrika vorstellt, gibt es nur im Norden.
Im Süden, im Regenwaldgebiet, sind einstöckige quaderförmige Häuser üblich aus Lehm, Stein oder Brettern.

Im Norden ist das Klima trockener und auch das Essen anders.
2/3 der Bevölkerung lebt im Norden, der eher muslimisch geprägt ist, 1/3 im eher christlich geprägten Süden. Der Westen ist eher englisch geprägt, der Osten französisch.

Transportiert wird vieles auf dem Kopf oder auf hoch beladenen Wagen.
Es gibt gute Straßen, auch Erdstraßen. Etwa die Hälfte der Straßen sind auch mit dem Auto befahrbar.

Den Weltgebetstag gibt es in Kamerun schon lange. Die Frauen treffen sich dort nachmittags. In der Regel gibt es in der Katholischen Kirche eine Predigt vom Priester.

(Informationenvon Susanne Nikischin und Lena Bresch, aufgeschrieben von Claudia Thaler.)